Schlegel und Lacorte stauben Wanderpokale ab

WSV startet mit Schleifchenturnier ins Tennisjahr 2018

Am letzten Aprilsonntag war es wieder so weit: Bei idealem Frühlingswetter mit sommerlich anmutenden Temperaturen startete die Tennisabteilung des Wintersportverein Aschaffenburg traditionell mit einem Schleifchenturnier in die neue Freiluftsaison.

Die diesjährigen Teilnehmer am Schleifchenturnier des WSV Aschaffenburg nach »vollendeter Arbeit«.
Die diesjährigen Teilnehmer am Schleifchenturnier des WSV Aschaffenburg nach »vollendeter Arbeit«.
Die neuen Besitzer des WSV-Wanderpokals für Schleifchenturniere: Maurizio Lacorte und Hermi Schlegel.
Die neuen Besitzer des WSV-Wanderpokals für Schleifchenturniere: Maurizio Lacorte und Hermi Schlegel.
An diesem sehr beliebten Mixedturnier für Hobby- als auch Mannschaftsspieler nahmen erfreulicherweise wieder zahlreiche WSV-Mitglieder als auch Gäste von den umliegenden Vereinen teil. Zwölf Damen und zwölf Herren spielten mit ständig wechselnden Doppelpartnern und -gegnern, jeweils auf Zeit von 20 Minuten, in fünf Runden mit- bzw. gegeneinander.

Dabei hatten in der Endabrechnung Hermi Schlegel bei den Damen und Maurizio Lacorte bei den Herren mit ihren 5 bzw. 4,5 Siegen (ein Unentschieden ist nach den 20 Minuten Spielzeit auch möglich) die meisten »Schleifchen am Schläger«. Als Gewinner der Veranstaltung haben die beiden nun die zwei neuen WSV-Wanderpokale abgestaubt und müssen in den nächsten Monaten das selbige mit ihnen tun. Aber nur bis zum nächsten Schleifchenturnier im Herbst, wenn die Sommersaison dann beim WSV mit einem solchen Event offiziell wieder beendet wird.

Auf den zweiten Plätzen landeten jeweils Gertrud Büttner und Markus Schuster, Dritte wurden Katharina Kurz bzw. Norbert Rautenberg. Die 24 Teilnehmer und zahlreichen weiteren Zuschauer hatten bei Kaffee und Kuchen sowie beim abschließenden gemeinsamen Grillen viel Spaß und Freude an diesem generationsübergreifenden Traditionsturnier.

Das i-Tüpfelchen auf einen perfekten Start in die Tennissaison setzten am selben Wochenende drei weitere Mitglieder der WSV-Tennisabteilung: Veronique Appelmann und Marco Appelmann sicherten sich bei den Bezirksmeisterschaften beim TC Heuchelhof in Würzburg jeweils mit ihren Finalsiegen den unterfränkischen Meistertitel bei den Damen 50 und Herren 40. Oliver Bergmann unterlag erst im Endspiel der Herren 30 und erspielte sich so einen hervorragenden zweiten Platz.

»So kann es in der Saison sehr gerne weitergehen. Dann können wir uns gemeinsam auf eine tolle, abwechslungsreiche und erfolgreiche Sommersaison 2018 freuen«, so der Abteilungsleiter Markus Wengerter bei der Siegerehrung. Denn am 31. Mai 2018 (Fronleichnam) findet zum sechsten Mal auf der WSV-Tennisanlage am Schönbusch ein LK-Turnier statt. An den »Spatz-Open« können die Spielerinnen und Spieler der Region in den Altersklassen Damen, Herren und Herren 40 um wertvolle Punkte für die Verbesserung der eigenen Leistungsklasse spielen.
Markus Wengerter (Main-Echo, Freitag, 4. Mai 2018)

»Schule goes Tennis«

Kooperation zwischen zwei Aschaffenburger Grundschulen und dem Wintersportverein

Vergangenen Sommer haben die Jugendwarte Stefan Bauer und Stefan Bartel mit zwei Aschaffenburger Grundschulen auf den Tennisplätzen des WSV Aschaffenburg das Projekt »Schule goes Tennis« ins Leben gerufen.

Interessierte Zweit- und Drittklässler der Schillerschule sowie der Hefner-Alteneck-Schule nehmen seit Mai 2017 an dieser Schulkooperation teil und lernen so über das Konzept der »Heidelberger Ballschule« den »weißen Sport« kennen.

20 Kinder haben teilgenommen

Über die Wintermonate fand die »Tennis-AG« dann in den jeweiligen Schulturnhallen in Damm und Schweinheim ihre Fortsetzung. Unter der federführenden Leitung von Stefan Bauer nehmen seit Oktober knapp 20 Kinder der beiden Grundschulen mit Begeisterung teil. »Im 14-tägigen Wechsel schnuppern die Kids bei einfachen, altersgerechten Methodik- und Koordinationsübungen erste Tennisluft. Hierbei kommen neben den weicheren Bällen auch Kleinfeldnetz und Kinderschläger zum Einsatz«, berichtet der Jugendwart des WSV.

In der Hefner-Alteneck-Schule sind die Schüler zusätzlich in zwei Gruppen unterteilt. Ganz stolz waren die Kinder der ersten Gruppe, als sie zum Ende ihrer Trainingseinheiten vor den Weihnachtsferien nach erfolgreicher Abschlussprüfung ihre WSV-Urkunden überreicht bekamen. Seit Jahresanfang ist nun die zweite Gruppe der Hefner-Alteneck-Schule dran. Bei der Schillerschule trainieren dahingegen alle Kinder das komplette Schuljahr durch.

 

Training im Freien
»Die Arbeit mit den Kids macht sehr viel Spaß, da sie mit Leidenschaft mitmachen, sichtlich selbst viel Freude am Training haben und spielerisch gute Fortschritte machen«, so Stefan Bauer. Nun freuen er und sein Betreuerteam sich auf die bevorstehende Sommersaison, wenn für beide Jugendgruppen das Training im Freien auf Tennissand fortgesetzt wird. Weiterhin im 14-tägigen Rythmus trainieren sie dann donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr. So lernen sie und ihre Familien nun auch den WSV persönlich besser kennen.

Zum geplanten »Tennis-Familientag« am Freitag, 20. April (ab 16 Uhr) sind daher nicht nur die Kinder der »Tennis-AG« sowie deren Eltern und Freunde recht herzlich eingeladen. Der Verein heißt an diesem Nachmittag alle Tennisinteressierten – ob klein oder groß – recht herzlich willkommen auf seiner Tennisanlage am Schönbusch (Darmstädter Straße 103). Neben einem Kinderparcour, Kleinfeldtennis und Leihschlägern wird bei Kaffee und Kuchen unter anderem auch Schnuppertennis für Erwachsene angeboten.

 

Markus Wengerter (Main-Echo, Freitag, 20. April 2018)

Drei Einzel- und drei Doppel-Stadtmeistertitel

Tennis-AG mit Schulen erfolgreich fortgesetzt

Auf der Tennis-Abteilungsversammlung des WSV Aschaffenburg blickte Abteilungsleiter Markus Wengerter vor allem auf den letztjährigen Saisonhöhepunkt zurück:

 

 

»Über 400 Mal hieß es Game. Set. Match, als im Juli die Jugendlichen und Erwachsenen bei den Stadtmeisterschaften um die heiß begehrten Titel in 24 Einzel-, 8 Doppel- und 3 Mixed-Konkurrenzen kämpften.«

 

Drei »Double-Erfolge«

Aus sportlicher Sicht war das Event für den WSV auch ein großer Erfolg, denn gleich 3 Mitglieder nutzten ihren Heimvorteil und erspielte sich jeweils einen »Double-Erfolge«: Gewann Eva Frai im Einzel der Damen 40 noch klar gegen ihre Doppelpartnerin Silke Gruber (DJK), holten sie sich dann gemeinsam den Sieg im Damen 40 Doppel. Ohne Satzverlust wiederholte Oliver Bergmann bei den Herren 30 A seinen Vorjahreserfolg. An der Seite von Sabine Schürmer sicherte er sich den Sieg im Mixed A. Seine Partnerin schrieb sich somit auch zweimal in die Siegerlisten ein, denn zuvor war sie mit Katharina Hock (TVA) im Doppel-Finale der Damen siegreich. Bei den Jugendlichen belegten mit dem Titelgewinn von Louis Graßmann (Junioren U14), dem 2. Platz von Kristina Malzer (Juniorinnen U14) sowie dem 3. Rang von Emilian Graßmann (MidCourt U10) die jungen WSV-Cracks ein komplettes »Stockerl«.

»Zur entspannten Turnieratmosphäre hat sicherlich auch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Grand-Slam-Party und Final-Frühschoppen beigetragen. Und mit einer stimmungsvollen und emotionalen Siegerehrung gingen die Wettkämpfe dann zu Ende«, so der Abteilungsleiter.

 

Ehrungen
Für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Barbara Dömling-Jespers sowie ihr Ehemann Isidoor Jespers mit einem Präsent und Urkunde geehrt.

Die Jugendwarte Stefan Bauer und Stefan Bartel berichteten von ihrem aktuellen Projekt: Die vor einem Jahr mit der Schillerschule sowie der Hefner-Alteneck-Schule gestartete Tennis-AG fand über den Winter in den jeweiligen Schulturnhallen ihre Fortsetzung. »Im 14-tägigen Rhythmus schnuppern derzeit die Grundschüler bei einfachen, altersgerechten Methodikübungen erste Tennisluft. Jetzt freuen sich die Kids darauf, das Training ab Mai auf Tennissand fortzusetzen«, so Bauer.

Zum kostenlosen »Familientag« am Freitag, 20. April (16 Uhr) wird es einen Kinderparcour, Kleinfeldtennis sowie Schnuppertennis für Erwachsene geben. Mit einem Schleifchenturnier am Sonntag, 29. April wird die Sommersaison offiziell eröffnet. Und am Feiertag, 31. Mai findet bereits zum 6. Mal ein LK-Turnier für Damen, Herren und Herren 40 beim WSV statt.

 

Markus Wengerter (Main-Echo, Freitag, 13. April 2018)

Tennisschläger für Malawi

Aschaffenburger Sportler unterstützen den Aufbau einer Tennisakademie in Afrika

Neun große Kisten mit rund 100 abgelegten Tennisschlägern, Tennisbekleidung und -schuhen sowie vier alten Tennisnetzen haben die Reise von Aschaffenburg in das kleine afrikanische Land Malawi angetreten, um Kinder dort von der Straße zu holen.

 

Die Idee, nicht mehr benötigte Tennissachen zu sammeln, kam Urs Widow, Spieler der 1. Herrenmannschaft des SC Weiss-Blau Aschaffenburg und College-Spieler in den USA, als ihm seine Kommilitonin Tadala erzählte, dass sie eine Tennis­akademie in ihrer Heimat Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, aufmachen wolle.


Tennis hat sie von der Straße geholt und ihr sogar das Studium in den USA ermöglicht. So eine Chance möchte sie auch anderen Kindern ihres Landes ermöglichen oder auch einfach nur den Spaß am Tennis vermitteln.

Im August 2017 startete Urs Widow anlässlich eines Benefizturniers bei seinem Verein den Aufruf, alte Tennis­sachen für einen guten Zweck aus dem Keller zu holen. Der Aufruf sprach sich auch schnell in der Aschaffenburger Tennis-Community herum. Und so brachten nicht nur beim SC Weiss-Blau die Mitglieder ihre alten Tennissachen.

»Insbesondere beim TVA haben sich auch der Herren 30-Bundesligaspieler Oliver Bergmann und Trainer Christoph Büttner sehr für die Aktion engagiert«, freut sich Urs Widow. »Oli Bergmann hat uns sogar einen Kontakt zum früheren TC Schönbusch-Spieler Torsten Rekasch, jetzt Trainer beim TC Bredeney in Essen, verschafft, der uns über 50 alte Kindertennisschläger zur Verfügung gestellt hat.« Der WSV Aschaffenburg steuerte vier alte Tennisnetze bei, die sie für die Stadtmeisterschaften 2017 ausgetauscht hatten. Gesammelt wurde auch kräftig bei PWA Damm und beim TC Obernau. Dazu gab es viele Einzelunterstützer.

Dank der Hilfe durch die Aschaffenburger VECTOR Speditions- und Handels-GmbH wurde der Transport günstig nach Malawi organisiert. Spannend war es natürlich, wie die Kisten dort durch den Zoll kommen. Aber dank der familiären Kontakte von Kommilitonin Tadala vor Ort hat auch das mit ein wenig Zeitverzögerung weitgehend reibungslos geklappt. Jetzt ist die Freude in Malawi groß. Die ersten Kinder sind auf dem Platz und der Aufbau der Tennisakademie kann losgehen.

 

Susanne Crecelius (Main-Echo, Donnerstag, 23. März 2018)

Stallknechte, Mägde und Tiere beim WSV-Fasching

Ein Bauer suchte sogar eine Frau für Ackerbau und Viehzucht

Zahlreiche Bauern, Landwirte, Knechte, Naturburschen und Tagelöhner fanden Anfang Februar in Gülle und Fülle den Landweg auf den gluten-, laktose- und glyphosatfreien, grünen Bio-Bauernhof des Wintersportverein Aschaffenburg, um sich in artgerechter Tierhaltung um die vielen Rindviecher, Kühe, Hammel und (schwarzen) Schafe zu kümmern.

Landwirte und Mägde waren zahlreich auf dem Bauernhof des WSV-Faschings.
Landwirte und Mägde waren zahlreich auf dem Bauernhof des WSV-Faschings.

Hochsitzbütt
Auch Katzen, Spatzen und Marienkäfer streunerten bzw. flogen vereinzelt über Feld, Wald und Wiesn. Ein Bauer suchte sogar eine Frau für Ackerbau und Viehzucht: Die Auswahl an jungen oder feschen Mägden, Zensis, Resis und süßen Früchtchen war sehr groß, vereinzelt waren aber auch ein paar Vogelscheuchen unter ihnen.

Als die Jäger Artur und Victor (alias Tanja Eschmann und Sabine Schürmer, 1. und 2. Vorsitzende des WSV Aschaffenburg) in die Hochsitzbütt stiegen, um über die Anekdoten und Ereignisse des letzten Jahres herzuziehen, bekamen nicht nur WSVler und Politiker ihr Futter, sondern auch die anwesenden, Aschaffenburger Sportsfreunde von fern und nah der PWA, DJK und von Weiß-Blau kamen vor deren Lästerflinte.

Nicht nur für die (Mast)Zucht und (Un)Ordnung waren der hofeigen-engagierte Veterinär-DJ Oli und Bulle Markus zuständig: Sie brachten die kompletten Stallungen ordentlich mit ihren Querbeet-Beats in Wallungen, so dass fast alle die Bodenhaltung verloren. Etliche Alpauf- und Almabtrieb-Polonäsen zogen durch den liebevoll dekorierten WSV-Gutshof.

Bis der Hahn in den Morgenstunden auf dem Misthaufen krähte wurde an der Tränke mit Obstler sowie Gersten- und Rebensaft ausgiebig die Sau rausgelassen - sicherlich sind am nächsten Morgen etliche mit Kater aufgewacht. Und an der Futterstelle wurden die Gäste natürlich mit einem großen Aufgalopp an ausschließlich vegan-gesunden, regionalen und düngemittelfreien Produkte aus der leckeren Bauernküche gemästet. So hinterließen die Narren und Nahalesen einen ordentlichen Schweinestall im Vereinsstadl des Wintersportverein Aschaffenburg.


Nächster WSV-Fasching
Dennoch wird die Vorstandschaft nach dem Ausmisten des Heubodens garantiert 2019 das bunte Partyvolk zum nächsten WSV-Fasching alle erneut »roi losse«. Dann heißt es wieder lautstark und zu einem neuen Motto: »WSV Aschebersch, Helau!«


Markus Wengerter (Main-Echo, Freitag, 23. Februar 2018)